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Die Kosten
Die Kosten einer PV Anlage sind sehr unterschiedlich. Es lohnt sich verschiedene Angebote einzuholen. Kostenbestandteile sind die Panels, der Wechselrichter, Verkabelung und Elektrikinstallation. Nebst dem Solarinstallateur kommt also noch der Elektrikfachbetrieb dazu. Was man auch beachten muss ist der Umstand, dass nicht jedes Haus von Beginn weg gleich gut für eine PV Anlage vorbereitet ist. Kostenbeinflussend sind Faktoren wie, Kabelführung vom Dach zum Elektroverteiler, Zugänglichkeit Dach (braucht es ein Gerüst), Art der Elektroverteilung (neu oder braucht es Anpassungen) und weitere.
Viele Kostenteile sind Fixkosten und unabhängig von der installierten Leistung. Die Kosten für Panel und Wechselrichter hängen natürlich von der installierten Leistung ab.
Die Förderung
Bund, Kantone und Gemeinden fördern Solaranlagen unterschiedlich. Meist wird dabei von der installierten Leistung ausgegangen. Es kann sich also lohnen etwas mehr Leistung zu installieren, da somit nicht nur die Fixkosten anteilsmässig reduziert werden können, sondern auch die Fördergelder erhöht werden können.
Auf die Vergütung muss meist einige Monate gewartet werden. Es gibt aber Installateure, welche anbieten die Vergütung direkt zu verrechnen. Dafür tretet man als Bauherr/in die Vergütung an den installateur ab. Dies hat zum Vorteil, dass man als Bauherr/in nicht auf die Vergütung warten muss und die benötigten Mittel dadurch von Beginn weg geringer sind.
Die Steuern
Die ist abhängig von der Wohngemeinde. Also besser nachfragen! Grundsätzlich ist der Ertrag einer Soplareinspeisung ein Einkommen. Viele Gemeinden verzichten aber auf eine Erhebung des Einkommens aus Einspeisungen. Dies so lange, wie die Anlage auf den Eigenverbrauch ausgelegt ist.
Bei uns im Kanton ist es so, dass PV Anlagen steuerlich vom Gebäudeunterhalt abgezogen werden können bei der Erstellung, was die Einkommenssteuer reduzieren würde. Dies gilt aber nur für Gebäude, welche älter als 5 Jahre sind. Unseres war es noch nicht, also sind es Anlagekosten. Diese können bei einem Grundstücksverkauf dann im Sinne der Grundstückgewinnsteuern wieder abgezogen werden.
Ertrag pro Jahr
Nun aber die spannende Frage, was bringt mir eine Anlage pro Jahr? Dazu müssen verschiede Aspekte betrachtet werden.
Stromverbrauch pro Jahr und Eigenverbrauch/Einspeisung
Wir hatten in den letzten Jahren für Haushalt und Heizung rund 11000-12000kwh Verbrauch pro Jahr. Wir gehen davon aus, dass wir rund 40% des Stroms vom Dach selber verbrauchen können. Durch Heizung/Kühlung und intelligente Verbrauchsoptimierung mit dem Solarmanager sollte dies machbar sein. Mit einem Batteriespeicher wäre dieser Anteil noch grösser.
Weiter muss man beurteilen, wieviel des Stroms in welchem Tarif verbraucht wird. Niedertarif ist bei uns am Samstagnachmittag, Sonntag und Werktags von 20.00-06.00 Uhr. Da Solar hauptsächlich zu Hochtarifzeiten erstellt wird bon ich von einem Verhältnis von 75/25% ausgegangen. Sprich 75% der Einspeisung findet in Hochtarifzeiten statt. Bei der Erstellung hat bei uns diese Berechnung noch eine Rolle gespielt. Mittlerweile spielt dies keine Rolle mehr, da die Vergütung Tarifunabhängig wurde.
Zusätzlich stellt sich noch die Frage, ob man den ökologischen Mehrwert verkaufen will oder nicht. Wir haben dies getan und ihn für 6Rp verkauft (mittlerweile auf 5Rp gesunken).

Wir bekommen so also rund 800 Franken pro Jahr von den technischen Betrieben für unseren Strom.
Der Bezug
Nun, in der Nacht scheint die Sonne nicht und im Winter braucht die Heizung am meisten Strom, sprich das Netz ist unsere «Batterie». Wir beziehen bei einem Eigenverbrauchsanteil von 40% als 60% des Stroms aus dem Netz. Dieser Bezug findet hauptsächlich im Niedertarif statt. Aber die meiste Aktivität im Haus besteht am Tag und Strom intensive Geräte wie Kochen, Licht und weitere werden dann benutzt. Auch hier habe ich der Einfachheitshalber mit einem Verhältnis von 60/40 gerechnet also rund 60% HT Anteil.

Wir haben also Stromkosten von rund 1400 Franken pro Jahr.
Fazit, was ändert unter dem Strich?
Um den Effekt der PV Anlage zu betrachten muss man jetzt dei Situation vergleichen mit dem Zustand ohne PV Anlage. Sprich die 12000kwh würden vollständig aus dem Netzbezogen werden.

Die Kosten für den Strom würden sich auf etwas mehr als 2275 Franken pro Jahr belaufen.
Zählen wir alles zusammen beträgt der Ertrag pro Jahr mit der Anlage gegenüber der Situation ohne Anlage rund 1700 Franken pro Jahr. Wir zahlen 1366 Franken für den Strom bekommen aber gleichzeitig 792 Franken für unsere Einspeisung. Der Strom kostet uns also pro Jahr noch rund 574 Franken statt der rund 2275 Franken.
Schlussbetrachtung
Diese Angaben sind Berechnungsgrundlagen und hängen im Endeffekt von vielen Sachen ab. Kommt ein Elektroauto hinzu verschlechtern sich die obigen Zahlen natürlich, weil man weniger Strom einspeist, und in der Nacht mehr braucht. Dafür fährt man aber sehr günstig und hat keine Treibstoffkosten mehr. Ebenfalls mus beachtet werden, dass die Vergütungen und Strompreise ändern können. So lohnt sich eine PV Anlage mehr bei steigenden Energiepreisen, respektive weniger bei sinkender Vergütung. Diese Berechnungen sind also eine Momentaufnahme.
Ebenso wenig sind Kosten inbegriffen für Wartung oder Lizenzen/Abokosten. Die Paybackzeit beträgt bei uns rund 14-15 Jahre gemäss Berechnung.